192 - Anwaltskanzlei Kandora

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Erstmals weniger Bruttoverdienst für Arbeitnehmer
01.07.2010  


Die durchschnittlichen Bruttoverdienste aller Arbeitnehmer in Deutschland sind 2009 erstmals seit Gründung der Bundesrepublik gesunken – und zwar um minus 0,4 % auf 27.648 €/Jahr. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) errechnet. Gründe für den Rückgang sind vor allem der Ausbau der Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden sowie die neue Buchung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sozialbeitrag. Besonders stark betroffen ist das verarbeitende Gewerbe: Hier sank der Brutto-Pro-Kopf-Verdienst um 3,6 %.

Hälfte des Rückgangs entfällt auf Neuregelung der Krankenversicherung
Eine wesentliche Ursache des Rückgangs des Bruttoverdienstes ist die neue Buchung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sozialbeitrag. Nach der Neuregelung besteht seit dem 1.1.2009 für alle Bürger eine Krankenversicherungspflicht. Die Arbeitgeberzuschüsse zur privaten Krankenversicherung, die bisher den Bruttolöhnen zugerechnet wurden, werden jetzt als Arbeitgebersozialbeitrag klassifiziert. Ohne diese Neuklassifikation wären die durchschnittlichen Bruttoverdienste nur um 0,2 % gesunken.

Anstieg der Bruttoverdienste je Stunde
Im Gegensatz zu den Pro-Kopf-Verdiensten sind die Bruttoverdienste je Stunde insbesondere durch den Abbau von Guthaben auf Arbeitszeitkonten um 3,0 % (im verarbeitenden Gewerbe um 4,4 %) gestiegen. Die Arbeitnehmer erhielten damit 2009 das Entgelt für die Arbeit, die sie bereits in den Vorjahren erbracht haben. Das hatte wiederum einen Rekordanstieg bei den Lohnstückkosten um 5,2 % (im verarbeitenden Gewerbe um 15,3 %) zur Folge.


 
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